1906
1945

Gründung

Tradition und Innovation haben die hundertzehnjährige erfolgreiche Geschichte der Firma Otto Rauhut GmbH & Co. KG geprägt. Auf dem Boden des Bewährten wurden immer wieder neue Produkte entwickelt und neue Märkte erschlossen.

Vor 110 Jahren, im Jahre 1906, gründete Friedrich Rauhut in Kreuzberg eine Kistenfabrik in der Wiener Straße.

Sein Sohn Otto Rauhut, als Dreizehnjähriger in den Betrieb eingetreten, übernahm 1931, zwei Jahre nach dem Tode des Vaters, die Firma und ließ sie als "Otto Rauhut Kistenfabrik und Tischlerei für Fabrikeinrichtungen" mit der Adresse Berlin SO 36, Schleusenufer 4, in das Handelsregister eintragen.

Der Ort war damals malerisch gelegen und weit weg von der hippen Geschäftigkeit heutiger Tage. Hier speist die Spree mit ihren Wassern den Landwehrkanal, der zweiarmig die kleine Insel umschließt, auf der die Firma ihren Sitz hatte.

Aus den Fenstern der Büros sah man Lastkähne, Ausflugsdampfer und Motorboote in der Schleusenkammer auf oder nieder steigen. Die andere Seite des Grundstücks grenzte an den beschaulichen, von Anglern gesäumten, Flutgraben.

40 Jahre verlief hier ein messerscharfer Schnitt, die Stadt teilend, eine Grenze, die heute nur noch zu erahnen ist.

Anfangs noch zu Pferde kutschierte Otto Rauhut seine Kisten durch die Stadt, später übernahmen Lieferwagen den Transport. Der Krieg beendete diese Aufbauphase der Firma Rauhut. Der Lastkraftwagen wurde requiriert, dann mussten immer mehr Mitarbeiter ihren Militärdienst antreten, die Firma wurde Lieferant der Wehrmacht, die Produktion wurde dementsprechend umgestellt. Am 26. Februar 1945 legten Fliegerbomben die Fabrikanlagen in Schutt und Asche, das war das vorläufige Ende.

Kistenfabrik und Tischlerei

Otto Rauhut (Bildmitte) im Kreise seiner Mitarbeiter

Otto Rauhut

Prospekt der Firma Rauhut in den fünfziger Jahren

1946
1981

Nach dem Krieg

Doch Otto und Margarete Rauhut ließen sich nicht unterkriegen. Mit Zuversicht und der Unterstützung alter Mitarbeiter wurde der Wiederaufbau begonnen. Nach zwei Jahren mühevoller Arbeit konnte am 17. Januar 1948 der Betrieb wieder aufgenommen werden.

1956 trat dann der Kaufmann Rudolf Krafft als Geschäftsführer in die Firma ein. 1963 wurde er persönlich haftender Mitgesellschafter in der Kommanditgesellschaft. Zwei Jahre zuvor hatte er seinen Sohn Wolfgang zur Unterstützung an seine Seite geholt.

Fleiß, Engagement und neue Ideen sorgten für eine Epoche des Aufschwungs für das Unternehmen. Über 30 Mitarbeiter wurden beschäftigt und 1961 ein angrenzender Platz als Holzlager dazu gewonnen.

Am 23. Dezember 1969 verstarb Otto Rauhut, 1974 erfolgte die gesellschaftsrechtliche Änderung der Firma in "Otto Rauhut GmbH & Co. KG", die Firma blieb weiterhin ein Familienunternehmen, nun geleitet von Rudolf und Wolfgang Krafft. Ab 1981, nach dem Tode von Rudolfs Krafft, führte Wolfgang Krafft die Firma allein weiter.

Bühnenbau im Berliner Emsemble

Wolfgang Krafft mit Tochter Kerstin

1982
2000

Erneuerung

Die siebziger und achtziger Jahre waren Zeiten der Expansion und der Innovation, 1975 wurde das Grundstück wieder erweitert und 1984 das Nachbargelände hinzu gekauft.

Schon in den achtziger Jahren wurde die Notwendigkeit erkannt, nachhaltig und effizient mit Energie und Rohstoffen umzugehen: um die Staubbelastung zu verringern und die Produktionsabfälle umweltverträglich zu entsorgen, wurde eine moderne Energierückgewinnungsanlage errichtet, in der die Holzabfälle und Stäube zur Wärmeerzeugung genutzt wurden. Getreu dem Firmenmotto "Tradition und Innovation" wurde 1990 die Anlage modernisiert und um eine automatische Klotzholz-Zerspanung ergänzt. Bis heute sind Nachhaltigkeit, Effizienz und Umweltverträglichkeit wichtige Grundlage der Otto Rauhut Gmbh & Co. KG.

Messekisten aus Holz

Holzlager

2001
2013

Neuausrichtung

2001 übernahm die Diplomkauffrau Kerstin Krafft, seit 1993 Prokuristin der Firma, die Geschäftsführung.

Ende der neunziger Jahre mit dem Wandel der Wiedervereinigung wurden zunehmend Projekte in den Bereichen Architektur, Ladenbau und Restauration übernommen. Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, wurde 2001 die Wilhelm Beutler GmbH übernommen.

2011 übernimmt der Otto Rauhut-Mitarbeiter und Tischlermeister Nicolaus Grashof die Otto Rauhut Gmbh & Co KG.

Baustelle Sony Center am Potsdamer Platz

Tresen im Sony Center

2014
2016

Ein neues Gelände

2014 erfolgt der nächste große Schritt - Kreuzbergs Wandlung zu einem Wohn- und Vergnügungsbezirk macht ihn ungeeignet für ein mittelständisches Unternehmen mit eigener Produktion – ein neuer Standort wird gesucht.

Bald wird ein geeignetes Gelände im Berliner Bezirk Marienfelde gefunden und angekauft. Von der Größe bestens ausgestattet und verkehrsgünstig für einen produzierenden Betrieb ist das Grundstück in der Lankwitzer Straße 40 die optimale Basis für das weitere Wachstum der Firma.

Neuer Standort in der Lankwitzer Str. 40

Natürlich ist ein Umzug in dieser Größenordnung mit vielen Mühen verbunden, bietet aber auch die Chance, alte Zöpfe abzuschneiden und sich neu aufzustellen: so wird ein neuer maßgeschneiderter Maschinenpark angeschafft, um getreu den Motto Tradition und Innovation für die Zukunft gerüstet zu sein.

Neuer Geschäftsführer Nicolaus Grashof

Moderner Maschinenpark

Referenz: Nova Vita Entrée in Berlin-Mitte

Referenz: Top Radio Vermarktung


Tradition und Innovation